Goldschmuck - Schmuck aus Gold

Gold ist nicht gleich Gold beim Schmuck

Jede Frau liebt ihn und beinahe jede Frau hat ihn - den Goldschmuck.
Goldschmuck gilt seit jeher als Status Symbol und die meisten Eheringe bestehen noch heute aus Gold. Sowohl Alt als auch Jung hat etliche Schmuckstücke aus dem edlen Metall in der Schmucktruhe liegen und hegt und pflegt den Goldschmuck. Doch was ist Gold eigentlich und wie wird daraus Schmuck gemacht?

Gold ist eines der vielen chemischen Elemente, leitet sich von der lateinischen Bezeichnung Aurum ab und wird daher in der Chemie mit Au abgekürzt. In der Schmuckindustrie wird Aurum dann zu Ringen, Ketten, Armbändern oder anderem Schmuck verarbeitet.

Es läßt sich also sagen, dass Goldschmuck aus dem schweren Edelmetall Gold gemacht wird, da reines Gold für die Produktion viel zu weich und daher ungeeignet wäre. Ringe, Armbänder, Ketten oder anderer Schmuck werden daher aus Goldlegierungen erstellt, die je nachdem mehr oder weniger reines Gold beinhalten. Eine Goldlegierung bedeutet dass reines Gold mit anderen Metallen vermischt wird. Dies erkennt man daran, dass der Schmuck gelegentlich anläuft oder oxidiert. Umso geringer der Goldanteil in den Schmuckstücken ist, desto eher laufen sie also Gefahr bei Luftkontakt ihren Glanz zu verlieren. Bestimmte Hautausscheidungen des Trägers können zur gleichen Reaktion führen. Der große Vorteil von Goldschmuck liegt allerdings darin, dass er jederzeit poliert werden kann und so wieder zu seiner alten Schönheit zurückfindet. Zusätzlich gewinnt der Schmuck durch die Legierung an Härte und wird so widerstandsfähiger.

Die Legierungen gliedern sich in 333, 585, 750, 900 und 999. Die Legierung
333 ist die niedrigste und besagt, dass der Schmuck lediglich ein Drittel aus Feingold und der Rest aus anderen Metallen besteht. Ein Schmuckstück mit diesem Wert läuft schneller an und oxidiert schneller als ein Schmuckstück mit hohem Legierungswert. Absolutes Feingold hat den Legierungswert 999 und wird oft für Eheringe verwendet. Dieser Schmuck ist in der Regel sehr weich und daher eher gefährdet kleine Kratzer und Schrammen davonzutragen. Manche Menschen bevorzugen ausgerechnet diese Legierung für ihre Lieblingsstücke da sie dem Schmuck einen eigenen Charakter verleihen und so einmalig machen.

Doch auch Gold lässt sich in verschiedene Arten untergliedern. So ist die bekannteste und beliebteste Goldfarbe das Gelbgold, da es auf der ganzen Welt den höchsten Wiedererkennungswert hat. Goldgelb ist eine Legierung aus Feingold mit Silber- und Kupferanteilen. Je nachdem, wie das Verhältnis bemessen wird, wird die Farbe des Goldes beeinflusst. Die Farbe kann also von hellgelb mit deutlichem Silberanteil bis zu gelborange ausfallen.
Rotgold hingegen besteht aus einer Mischung von Feingold und Kupfer, der gegebenenfalls etwas Silber hinzugefügt wird. Der hohe Anteil an Kupfer sorgt für die rötliche Färbung der Schmuckstücke und wird für die Härte des Materials verantwortlich gemacht. Die am wenigsten für Schmuckstücke verwendete Farbe ist Grüngold. Sie wird aus einer Mischung von Gold, Silber und Cadmium hergestellt. Blassgold entsteht aus Gold, Kupfer und Silber mit Zinkbestandteilen, Weißgold hingegen wird aus Gold, ein bisschen Kupfer und
Silber- oder Nickel-Ersatz gemacht. Eine Titan-Gold-Legierung mit 99 % Gold und einem Prozent Titan wird in der Trauringherstellung und in der Medizintechnik angewandt. Achten Sie beim Schmuckkauf darauf, dass Sie sich für einen Goldton entscheiden, der zu ihrem Hauttyp passt.

Die Förderung von Gold findet hauptsächlich in Südafrika, Russland, Australien und in den Vereinigten Staaten statt. Auch in Südamerika gibt es noch viele kleine Produktionsstätten in denen Gold gewonnen wird.