Schmuck

 

Faszination Schmuck
kleine Kostbarkeiten die unser Leben bereichern.

Er fasziniert uns bei seinem Anblick und gehört zu den Dingen, welche zu den kostbaren Kleinigkeiten des Lebens zählen: Der Schmuck, eine Preziose, die unser Leben begleitet und nicht selten große Bedeutung für einen Menschen hat.

So ist das nicht nur heute, so war es auch schon vor Tausenden von Jahren. Denn die Geschichte des Schmucks reicht zurück bis zu den Anfängen der Menschheitsgeschichte.

Es war um das Jahr 100 000 vor Christus, eine unglaublich lange Zeit zurück, dass die ersten Menschen begannen, sich mit kleinen Muscheln zu schmücken, welche sie nach dem Verzehr aufbewahrten und auf Pflanzenfäden auffädelten.
Während der Steinzeit schmückten die Urmenschen sich immer mehr - mit Muscheln, mit Tierknochen, mit Früchten. Aber sie begannen auch, ihren Körper selbst zu schmücken, sie verzierten ihn mit Farben und Tätowierungen. Schmuck war in dieser Zeit auch immer eng mit dem Glauben verbunden, viele Schmuckstücke hatten Bedeutungen in Bezug auf die Gottheiten dieser Zeit. Doch diese Tatsache war nichts, was in vergangenen Zeiten vorbei ging, denn auch heute sind Kreuze etc. noch beliebte Schmuckstücke.


Schon in der Steinzeit kamen auch Perlen und Bernstein in den entsprechenden Gegenden an den Meeren zu den besonders kostbaren Schmuckstücken hinzu.
Als dann die Menschen um das Jahr 10 000 vor Christus sesshaft wurden, erlebte der Schmuck bald eine neuerliche Blütezeit. Denn nun entstanden die ersten Städte und somit auch Hierarchien.

Die reichen Frauen und auch Männer wollten sich besonders schmücken. So wurden bald auch Steine als Schmuck entdeckt. Die glänzenden Objekte strahlten den Reichtum und die Bedeutung der Träger geradezu in die Welt.
Könige und Staatsmänner trugen Preziosen, bald schon wurden diese auch aus Kupfer und Bronze gefertigt. Die Bronzezeit hatte begonnen.
Eine Hochburg des Schmucks war in dieser Zeit Ägypten. Von dort aus hatten die Pharaonen viele Gebiete des Orients erobert und kamen so auch an die Kostbarkeiten der Gebiete heran. Schmuck aus Gold, Silber und Bronze waren nun keine Seltenheit mehr.

Auch in Griechenland und Rom schmückten sich die Menschen. Möglichkeiten, an Materialien zu kommen gab es viele, denn die Reiche der Völker erstreckten sich um fast die gesamte, damals bekannte Welt.
Auch die römischen Provinzen und deren reiche Bürger boten Platz für regionalen Schmuck. So war in Germanien der Bernsteinschmuck wieder besonders beliebt.
In der Steinzeit schmückten sich alle Menschen mit den damaligen Schmuckstücken. Doch über die Jahrhunderte wurde Schmuck immer mehr zum Statussymbol der Reichen. Könige und Herrscher auf der ganzen Welt zeigten sich mit wertvollen Schmuckstücken. Im Mittelalter waren es die Adligen Männer, welche schwere Ketten trugen und so ihre Bedeutung unterstrichen.
Immer mehr reiche und adlige Frauen zeigten sich mit Ketten, Ohrringen oder Armbändern. Sie gehörten bald zum Standard in dieser Klasse. Medaillons waren ebenso beliebt wie Perlenketten, Gold- und Silbercolliers.

Doch nur die Reichen konnten sich ihn leisten, sie schmückten sich immer mehr mit allerlei Kostbarkeiten. Natürlich erorderte dies auch die gesellschaftliche Stellung, doch es führte auch zu Revolutionen unter den Armen.
Die Reichen hatten bald Schmuckstücke aus aller Welt, besonders exotischer Schmuck wie Korallenketten hielt Einzug in die Herrscherhäuser.
Die Armen dagegen waren froh, kleine christliche Schmuckstücke, Symbolschmuck ihr Eigen nennen zu dürfen.

Das 19. Jahrhundert brachte den Schmuck in die Bürgerhäuser. Langsam entstand auch der Modeschmuck, welcher in höheren Auflagen, nicht als Unikat hergestellt wurde. Er war für mehr Menschen erschwinglich.
In den 20er Jahren zeigten viele in den Tanzlokalen, wie Schmuck einen Menschen verschönern kann. Einen neuen Siegeszug begann der Schmuck nach dem Zweiten Weltkrieg. Nun gab es sowohl eine große Auswahl an sehr teuren Schmuckstücken, aber auch kleine Kostbarkeiten für Jedermann. Modische Accessoires kamen in fast jeden Haushalt. Heute gibt es auch Schmuckteile, der aus Kunststoffen hergestellt wird und den sich wirklich jeder leisten kann, allerdings sind echte Schmuckstücke nach wie vor das Besondere.

Bestimmte Schmuckstücke haben für viele Menschen spezielle Bedeutungen, das war in jedem vergangenen Jahrhundert und ist auch heute so. Ein Erbstück der Großmutter oder ein Geschenk zu einem besonderen Anlass, das erste Schmuckstück vom Lebenspartner - hier ist meist der Beweis erbracht, dass Schmuck sicher nicht ausschließlich damit zu tun hat, welchen Preis das entsprechende Stück kostete, sondern vor allem mit ideellen Bedeutungen. So konnte Schmuck eine lange Reise durch die Geschichte machen, die bestimmt nicht zu Ende ist. Denn Schmuck wird die Menschen wohl immer begeistern.

Schmuck aus drei Jahrtausenden [RESTEXEMPLAR]

 Schmuck aus drei Jahrtausenden
Schmuck aus drei Jahrtausenden
Hanns-Ulrich Haedeke
Rheinland-Verlagsges. - 2000 - Sondereinband







Magische Ornamente
Adrian Fritschi und Gerhard Göttler
Gva-Vertriebsgemeinschaft - 2003-11 - Broschiert


Magische Ornamente








Techniken der Schmuckherstellung
Jinks McGrath
Haupt - 2004-06 - Broschiert


Techniken der Schmuckherstellung





 



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© Rüdiger Eisinger 2009