Schmuck
soll Verschönern, schmücken, verzieren.
Der Begriff Schmuck hat jedoch mehrere Bedeutungen. Seit es die Menschheit
überhaupt gibt, gibt es Schmuck, mit dem Mann oder Frau sich schmückte.
Aus Muschel- und Schneckengehäuse, Tierzähnen und Perlen wurden bereits in der
Stein Zeit Ketten und Ohrschmuck gefertigt.
Bernstein wurde bereits jetzt für die Verwendung als Schmuckanhänger benutzt.
[Bernstein gehört damit zu den ältesten Schmucksteinen. Einige altägyptische
Objekte sind weit mehr als 6.000 Jahre alt.]


1996 fanden die bayerischen Archäologen bei Ingolstadt an der Donau ein Gefäß
mit frühmittelbronzezeitlichen Beinspiralen aus Bronzeblech und dazu etwa 2800
Bernsteinperlen. Foto: Zeitschift Archäologie in Deutschland 3/1997 S. 26
Im Spiegel online war zu lesen:
"Ältester Schmuck der Welt entdeckt"
"Die bislang ältesten bekannten Schmuckstücke werfen ein neues Bild auf die
menschliche Entwicklung: Seinen Sinn für Kunst entwickelte der moderne Mensch
nicht erst während seines Siegeszugs durch Europa, sondern schon in der
afrikanischen Kinderstube vor 75.000 Jahren."
Die Verarbeitung organischer Stoffe wie Tierzähne oder Bernstein nahm erst ab,
als Kupfer und Bronze zur Herstellung schmückender Objekte entdeckt wurde.
Unter Verwendung immer wertvollerer Materialien wurde der Schmuck im Laufe der
Jahrhunderte zugleich auch ein Wertgegenstand, der bei Tauschgeschäften
Verendung fand.

Sicherheitsnadel, Bogenfibel und Plattenfibel (Foto: Claudia Plamp)
© Staatliche Museen zu Berlin
Museum for Pre- and Early History
18 December 2005 2:30 p.m.
Schmuck der Bronzezeit oder Die Erfindung der Sicherheitsnadel
ThemenführungKleider machen Leute! Auch heute noch können wir an der Kleidung
vieles erkennen: Mann oder Frau, alt oder jung, reich oder arm. Von der Kleidung
aus der Bronzezeit blieben nur Kleidungszubehör und Schmuck aus Bronze erhalten.
Um zu erfahren, wie Kleidung und Schmuck der Menschen in der Bronzezeit
ausgesehen hat, betrachten wir im Museum für Vor- und Frühgeschichte die
Trachtausstattungen von Frauen und Männern und das reich geschmückte Ornat von
Fürsten und Göttern, probieren bronzezeitliche Kleider an und sehen ein, dass
Kleider für die Menschen in der Bronzezeit genauso wichtig waren wie für uns
heute.
Historische Entwicklung des Schmucks sehr ausführlich
hier
Die wohl bekanntesten Schmuckstücke sind die
Ringe, sie haben die
größte Bedeutung unter den Schmucktücken. Ringe haben anders, als die anderen
Schmuckstücke mehrere Bedeutungen, zum einen gelten sie als wunderschönes
Schmuckstück, zum anderen haben sie auch symbolische Bedeutung. Beispielsweise
der Verlobungsring symbolisiert das Eheversprechen und wird auch meist später
als Trauring verwendet.
Schmuck als Statussymbol

Der 1857 in Nordjütland zutage gekommene Prachthalsring stammt von Öland.
Mit 1184,6 g ist er eines der schwersten Goldobjekte aus der Zeit um 500 n.Chr.
(Foto: Kit Weiss)
Aus der Zeitschrift Archäologie in Deutschland
"Zitat:
Früher waren es vor allem Bauern mit dem Pflug oder Torfstecher, die auf
vergrabene Preziosen stießen, heute suchen Amateurarchäologen systematisch - und
arbeiten mit den Museen ihres Landes eng zusammen. So besitzt das Nationalmuseum
in Kopenhagen eine bedeutende, immer noch wachsende Sammlung kostbarer Objekte
aus Dänemarks Goldenem Zeitalter im 5./6. Jh.n.Chr.
Nachdem die Hunnen 454 n.Chr. einem germanischen Bündnis unterlegen waren,
fielen viele ihrer Schätze den Siegern zu. Infolgedessen und aufgrund hoher
Tributzahlungen, mit denen Rom germanischen Expansionsgelüsten Einhalt zu
gebieten suchte, waren riesige Goldmengen im Umlauf, die zu Hals- und Armringen,
zu Schwertgriffen und symbolträchtigen Objekten verarbeitet wurden. Nachdem der
Goldstrom aus unterschiedlichen Gründen gegen Ende des 6. Jh. versiegt war,
brachten die Wikinger das begehrte Material noch einmal als reiche Beute ins
Land. Gegen Ende des 10. Jh. fand das edle Metall schließlich Eingang in die
Schätze der Kirche.
Schmuck dient in erster Linie dazu, die Attraktivität einer Person
innerhalb einer Gesellschaft zu erhöhen oder einen Status sichtbar darzustellen
.
Die ersten Steine, die zu Schmuckzwecken Verwendung fanden waren u.a. Amethyst,
Bergkristall, Bernstein, Granat, Koralle, Lapislazuli, Perlen, Serpentin,
Smaragd und Türkis. Sie blieben zunächst den wohlhabenden Schichten vorbehalten,
die Steine dienten als Statussymbol.
"Fürsten zeigten mit Edelstein besetzten Insignien ihre Macht und Stärke.
Edelmetalle blieben den höheren Schichten vorbehalten. Hier Wiederum das
Machtsymbol.
Zu Schmuck zählt u. a. :
Ketten und Bänder
Anhänger, wie z. B. Schmucksteine, bzw. Juwelen
Ringe und Stecker (Piercing)
Gürtelschnallen
Ohrringe, z. B. in Form von Steckern, Hängern oder Clips
Fußschmuck und Armschmuck , Armspangen
Haarschmuck, beispielsweise Haarnadeln, Haarklammern , Tiara
Ansteckschmuck, z. B. Broschen, Nadeln, Pins, Abzeichen , Krawattennadeln
Auf die Haut geklebter Schmuck
Für viele Menschen ist gerade Schmuck etwas ganz Besonderes genau wie die Wahl
seiner Kosmetikprodukte. Aber nicht nur in diesen Fällen, wo der Einsatz von
Schmuck eine tiefere Bedeutung hat, wie es beispielsweise bei den und
Verlobungsringen der Fall ist, sondern auch in vielen anderen Einsatzbereichen.
Gerade bei Schmuck ist das Schönste, dass man seinem eigenen Style und seinem
Outfit durch den gezielten Einsatz der passenden Schmuckstücke noch mehr
Ausdruck verleihen kann, in dem man seine Mode gezielt mit den richtigen
Schmuckstücken kombiniert.
Gerade für junge Menschen ist die entscheidende Fragen, für welchen Schmuck man
sich entscheidet; für den günstigen Edelstahlschmuck oder den teuren Schmuck,
wie Gold oder Platin. Eine genauso entscheidende Frage und Einsatzbereich ist
der persönliche Geschmack, den auf den ersten Blick Ähneln sich viele der
eingesetzten Edelmetalle, so dass es möglich ist alle zu nutzen um seinen
eigenen Style durch deren Einsatz noch mehr Ausdruck zu verleihen und dadurch
aufzuwerten.
Man kann sich kaum vorstellen wie viel man mit dem Einsatz von sogar wenig
Schmuckaccessoires aus einem langweiligen Look und Outfit herausholen kann. Hier
genügen oft schon der Einsatz von einer schlichten Kette und ein paar Ringe,
wenn man sich optisch verändern möchte oder etwas ganz Neues ausprobieren
möchte. Hiermit ist Schmuck ein wunderbares Accessoire, besonders für
experimentierfreudige Menschen, die versuchen immer wieder etwas Besonderes aus
sich zu machen.
Schmuck in historischer Zeit

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