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Schmuck früher und heuteSchmuck ist seit Jahrtausenden das von Weib- wie Männlein beliebteste Mittel, um sich seinen Gegenübern mitzuteilen und zu präsentieren. Bereits in den menschlichen Anfängen der Vor- und Steinzeit verwendete man damals simpelste Mittel, um sich zu schmücken. Damals bestand der Schmuck hauptsächlich aus bearbeiteten Steinen und Naturmineralien, sprich Holz und anderweitigen in der Natur ohne speziell Suche zu findenden Produkten. So schmückte man sich bereits vor über hunderttausend Jahren mit Muscheln, hängte sich diese z.b. mit einer Lederkordel um den Hals. Auch älteste Formen von Halsschmuck, oftmals einfache Halsketten, sind auf diese Zeit zu datieren und fanden somit schon zur Altsteinzeit Verwendung. Die Menschen der Steinzeit benutzten für ihre Halsketten zudem Muschel- und Schneckengehäuse, Tierzähne, Fischwirbel und Perlen. Anhänger wurden indessen aus Knochen oder Steinen sowie anderen vergleichbaren Materialien gearbeitet. ![]() Die Entwicklung gewann an Professionalität und Komplexität, als die Menschen sesshaft wurden und zunehmend ihr instinktives Überleben als Selbstverständlichkeit ansehen konnten. Das Interesse an Kunst und Kultur ging mit dem Beginn des antiken Zeitalters einher, somit auch das Bedürfnis nach Schönheit und Schmuck. So konnte man durch Entdeckung von Bronze, Kupfer, Eisen und anderen Metallen dem Schmuck zunehmend Vielfalt und Individualität verleihen. Die jeweiligen Metalle wurden seinerzeit in Spiralröllchen, Metallperlen, Ringe und Scheiben verarbeitet. Bereits zu jener Zeit gewann der somit speziell dem Besitzer angepasste Schmuck an Wichtigkeit, sodass Frauen ohne Schmuck durchaus an Ansehen einzubüssen hatten. In der vorchristlichen Zeit fungierte Schmuck jedoch nicht nur zum Wohle der Lebenden, sondern diente auch als gängige Grabbeigabe. Mithilfe der Metallverarbeitung und zunehmend effektiveren Fertigungsmethoden wurden weitere Schmuckformen wie Colliers, Ohrringe, usw entdeckt. Der Schmuck gewann im Laufe der Jahrhunderte somit an Wichtigkeit, erlitt jedoch im Mittelalter zwischenzeitlich erheblichen Einbruch, um im Verlaufe der Renaissance und des Barock zu neuer Blüte zu gelangen. Insbesondere diese Zeitalter gelten als Blütezeit von Schmuck, Schönheit, Glanz und Glamour. In jener Zeit war Schmuck in jedem Lebensalter und in fast jedem Bevölkerungskreis gefragt, obgleich Bauern und Bürger nur selten in diesen Genuss des Schmückens und Zeigens kamen. Im Verlaufe der Industrialisierung verlor der Schmuck jedoch an Bedeutung, zumal sich die Arbeiterschicht im Staub und Dreck jener Tage nur bedingt erlauben konnte, etwas derart Schimmerndes und Glänzendes zu tragen. Lediglich das wohlhabende Bürgertum leistete sich zu jener Zeit einen Besuch beim Juwelier, dessen Branche zu jenen Tagen zu neuer Höchstform auflief und Konjunktur hatte. Inzwischen hat sich das Bild wiederum gewandelt: Individualität, Ausdrucks-Vermögen und Besonderheit sind nunmehr die wichtigsten Attribute, die man dem Goldenen und Silbernen heutzutage beimisst. Auch haben sich die Äußerlichkeiten des Schmucks innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte einem kräftigen Wandel unterzogen: Dominierten früher klassisch Ringe und Ketten, Colliers und Armbände, sind heutzutage auch alternativere Formen wie Kordeln, Piercings und vergleichbare Formen des am Körper getragenen Metalls zu beobachten. Schmuck steht nicht allein dafür, sich als schön und wohlhabend preis zu bieten, sondern dient vor allem Selbstdarstellung und Betonung des eigenen Typs. Schmuck ist nunmehr zum nebensächlichen und dennoch unverzichtbaren Accessoire geworden, das bei jedem modebewussten Menschen zu beobachten ist. So sind auch die Erscheinungsformen des tragbaren Gold und Edelmetall zunehmend verschieden, auch von Qualität und Preis enormen Schwankungen unterworfen. Eines jedoch bleibt sicherlich gewiss: Die Pretiose wird auch in Zukunft eine Rolle im menschlichen Alltag spielen.
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| © Rüdiger Eisinger 2009 | |||||||||||||